Die Welt in einem Team

Open Source als Ideal

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Anscheinend ist es vor allem die Überzeugung, das Wichtige und Richtige zu tun. "Für unsere Entwickler- und netzpolitisch aktiven Communitys ist die Mission, für die Mozilla steht, tatsächlich ein enormer Motivationsfaktor: sicherzustellen, dass das Internet eine weltweit öffentlich zugängliche Ressource bleibt", versichert uns Bermes.

Das sind die Wurzeln der Mozilla-Mission.

Weil Open-Source-Software im Regelfall kostenlos zur Verfügung steht, reißt sie finanzielle Hürden für potenzielle User ein – nicht jeder hat das Geld, sich leistungsstarke, aber teure Software kaufen zu können. Idealistisch gesprochen gebietet es der Anspruch an Gerechtigkeit und Chancengleichheit, dass allen Menschen, unabhängig von ihrem Einkommen oder ihrer Herkunft, der Zugang zu den Informations- und Kommunikationsmöglichkeiten des Internets ermöglicht wird.

Große Aufgaben für die Freizeit

Kaum jemand kann sich aber in seinem regulären Job einer ähnlichen Mission verschreiben, geschweige denn sie aktiv nach vorne treiben. Viele nutzen daher ihre Freizeit, um sich freiwillig an Open-Source-Projekten zu beteiligen und dieses Ideal voranzutreiben. Nach den Angaben von Mozilla ist das Feld der Helfer dabei bunt bestellt – vom Zahnarzt bis zum Traumforscher.

Ihr wollt mitmachen?

Mozilla zeigt euch, an welchen Stellen ihr helfen könnt und was ihr dafür draufhaben müsst.

Auch wer nicht programmieren kann, wird zur Mitarbeit ermuntert. Bei der Übersetzung von Programm- und Hilfstexten haben technisch weniger versierte Nutzer etwa die Möglichkeit, ihren Teil beizutragen. Bermes erklärt die Zielsetzung: "Mozilla möchte all denen einen Platz bieten, die unsere Ziele teilen und innerhalb der Communities in gesunder und konstruktiver Weise mitwirken möchten – unabhängig von ihrem Hintergrund und ihren Fähigkeiten." Jeder so gut er kann also.

Darüber hinaus haben einige Entwickler ganz einfach Spaß daran, an Programmen zu feilen und Funktionen feinzuschleifen, besonders wenn sie die Software selbst nutzen. Für sie ist das Open-Source-Coden entspannender Freizeitspaß und kostenlose Weiterbildung zugleich. Schließlich macht sich das Engagement in namhaften Open-Source-Projekten auch im Lebenslauf nicht schlecht.

Bei aller Motivation müssen die vielen helfenden Hände dennoch einem gemeinsamen Plan folgen – sonst droht Chaos. Sprichwörtlich verderben zu viele Köche jedenfalls den Brei. Damit Open-Source-Programmen kein solches Schicksal blüht, braucht es klare Strukturen.

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